Klezmerkonzert mit der Gruppe Kol Colé

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April 26, 2020 | 5:00 pm
Ehem. Synagoge Niederzissen

Sonntag, 26.04.2020, 17.00 Uhr,  KLEZMERKONZERT mit der Gruppe Kol Colé – Klang aus Köln

Musiker unterschiedlicher Herkunft haben sich in Köln zusammengetan, um ihrer Liebe zur osteuropäischen und jüdischen Musik Ausdruck zu verleihen. Die jüdische Volksmusik wurde von der regionalen Folklore der einzelnen Länder, in denen Juden gelebt haben, beeinflusst. Dieser unterschiedlich gefärbte Einfluss kam aus Ländern wie Polen, Deutschland, Rumänien, der Ukraine, Litauen, Weißrussland und Moldawien.

 

Man findet auch orientalisch gefärbte Klänge, welche der jüdischen Musik eine einzigartige Note verleihen. Die Begegnung der Musik mit den regionalen Kulturen findet Widerhall in der Musik, die das Ensemble „Kol colé“ interpretiert. Das Ensemble bietet eine Reise durch die Vielfalt dieser Musik: von osteuropäischer Folklore, hin zu Klezmerstücken, weiter zur Moderne, zu jüdischem Chanson und zu Tangomelodien.

Bella Liebermann (Gesang, Klavier, Zymbal) ist im Dreiländereck (Russland/Ukraine/Weißrussland) aufgewachsen und war von Kindheit an mit der osteuropäischen Kultur in Berührung. Sie studierte in Minsk und Erfurt und ist eine und leidenschaftliche Darstellerin der jüdischen und Weltmusik. Sie ist auch als Sozialarbeiterin mit jüdischen Emigranten und mit Flüchtlingen tätig. Mit verschiedenen Vereinen leitet sie auch interkulturelle Projekte. Sie ist nicht nur Musikerin, sondern auch freie Schriftstellerin.

Igor Mazritsky (Geige und Arrangement) studierte in Odessa, Moskau und Jerusalem. Er verfügt über ein umfangreiches Repertoire aus Klezmer, Klassik, Barock, Moderne und Weltmusik als Solist und Orchestermusiker. Er ist ein hervorragender Interpret der Klezmer Musik, die er schon als Kind in Odessa kennengelernt hat. Er spielt auch bei den Kölner Klezmertunes.

Daniel Marsch (Akkordeon) steht seit über 30 Jahren regelmäßig auf der Bühne, früher als Geiger in einer Band, heute als Akkordeonist in verschiedenen Formationen, u.a. im Duo Tangoyim und in der Gruppe Odessa-Projekt (Klezmer, Balkan- und Romamusik).

Der Kurde Hesen Kanjo wurde 1974 in Aleppo (Syrien) geboren. Sein Studium schloss er am Musikinstitut in Aleppo mit Auszeichnung ab. Die traditionelle Spielweise des Kanun mit zwei Fingern hat er so ausgebaut, dass er stattdessen mit allen zehn Fingern zupft. Dies ermöglicht ihm ein temporeiches Spiel sowie eine größere künstlerische Freiheit. Hesen Kanjo greift in seinen Stücken die reiche multiethnische Tradition seiner Heimat auf und vermittelt facettenreiche Einblicke in eine großartige Kultur, die durch den jahrelangen Bürgerkrieg in ihrer Existenz bedroht ist.

“Die sicht- und hörbare Musizierfreude des Ensembles ergriff schon bald das Publikum. Als Klezmer erklang, die osteuropäische Volksmusik mit ihren weltweiten Einflüssen, sprang der Funke sofort über. … Es wurde mitgeklatscht, und vor allem Nachwuchszuhörer hielt es nicht mehr auf ihren Plätzen.”(Gemeindeblatt der Synagogen-Gemeinde Köln, Heft Nr. 11 /2013).

Eintritt 16 EUR. Einlass ab 16.30 Uhr. Kartenreservierung beim Kultur- und Heimatverein Niederzissen e.V., Tel.: 02636-6482 oder unter info@khv-niederzissen.de. Weitere Infos unter www. kolcole.de